Die Dokumentation stellt fünf Eisbären vor, die von Pflegern in Berlin, Denver, Basel und Tokio groß gezogen wurden. Dabei werden auch die Probleme deutlich, die eine Handaufzucht von Eisbären in Gefangenschaft mit sich bringt, wie zum Beispiel die Gefahren durch Infektionen oder die Prägung auf die Pfleger. Zugleich erzählt der Film anhand der Eisbärenzucht von den Veränderungen innerhalb der zoologischen Gärten und vom gewachsenen Problembewusstsein gegenüber Wildtieren in menschlicher Obhut.

Die Doku wird am Montag, den 13.6.11 um 8:00 Uhr in ARTE ausgestrahlt.

Am 5. Dezember 2006 bringt Eisbärin Tosca im Berliner Zoo zwei Junge zur Welt. Ein Tier stirbt, das zweite wird vom Pfleger gerettet. Der gibt dem 810 Gramm leichten Winzling den Namen Knut. Seine Überlebenschancen sind gering, die ersten Wochen dramatisch. Als im Januar 2007 seine Existenz öffentlich wird, setzt eine wahre Eisbären-Hysterie ein. Angela Merkel, Georg W. Bush, Leonardo DiCaprio - alle schwärmen von Knut, der nun bei Konferenzen als Symbol für den Kampf gegen die Klimakatastrophe dient. Nun ist die Knut-Show vorbei - der kleine Bär, der nur vier Jahre alt wurde, starb im März 2011.

Klondike und Snow wurden 1995 im Zoo von Denver geboren. Von der Mutter nicht angenommen, wurden die Kleinen abwechselnd von Pflegern und dem Tierarzt David Kenny zu Hause aufgezogen. Als sie zwei Monate alt waren, musste Tierarzt Dr. David Kenny die beiden in die Klinik des Zoos bringen. Sie waren immer schwächer geworden. Eisenmangel wurde diagnostiziert. Dagegen halfen Medikamente. Schlimmer war jedoch, dass Snow Knochenschäden hatte. Nach Krankengymnastik und physikalischen Therapien konnte sie jedoch mit ihrem Bruder wieder ausgelassen toben. Heute sind beide Eisbären erwachsen und die Stars in Seaworld Orlando. Hier haben sie ein großes Areal mit einem riesigen Wasserbecken bezogen.